Wie kann Osteopathie zur Behandlung von Pferden und Hunde eingesetzt werden?

 

Eine gute Grundlage der Pferdeosteopathie basiert auf drei Grundpfeilern :

a) hohe Sensibilität (d. h. gute Palpationsfertigkeiten)

b) Fachwissen

c) manuelle Techniken

a) Eine hohe Sensibilität ist universal und daher durch osteopathische Behandlung auf andere Säugetiere übertragbar und anwendbar. Ein Osteopath mit einer Grundlage in Humanosteopathie wird relativ schnell dazu in der Lage sein, seine professionell ausgebildete Sensibilität auf Pferde, Hunde, Katzen, usw. anzuwenden.

b) Fachwissen steht natürlich in direktem Zusammenhang mit der betroffenen Materie. Zur Behandlung von Pferden muss der Osteopath zum Beispiel die spezifische Anatomie, Biomechanik und Physiologie des betroffenen Tieres gründlich beherrschen.

c) Die verwendete Technik wird auch vom zu behandelnden Körper abhängen. Zur Behandlung eines Pferdes muss der Osteopath andere Techniken einsetzen als für einen Menschen oder einen Hund. Aber die geeignete Technik wird sich logisch aus der hohen Sensibilität und den Kenntnissen ergeben, die echtes Verständnis bringen.

 

Aber warum gerade Pferde und Hunde?


1. Viele Probleme mit Pferden entstehen wegen der nach unten einwirkenden Kraft des Körpergewichts des Reiters, ein Hund zum Beispiel hat diese Probleme nicht. Hunde haben dann wiederum andere Probleme.

2. Pferde werden oft in Wettkämpfen eingesetzt, was die muskulären Anforderungen an den Körper und somit auch das Risiko auf Verletzungen oder andere Probleme (z. B. Widersetzlichkeit) erhöht.

3. Die Kapitalinvestition, die viele Pferde darstellen.

4. Das Pferd kann als Standardtier betrachtet werden, gleich wie in vielen Studiengängen der Ausbildung zum Tierarzt. Unter diesem Ausgangspunkt kann der Osteopath seine Fertigkeiten also auch auf andere Tiere, z. B. Hunde, übertragen.

Das sind nur einige Gründe, aber aus dem oben Gesagten geht deutlich hervor, dass Katzen und Hunde genau so einfach mit Osteopathie behandelt werden können, wenn der Osteopath sich in ihre Anatomie, Biomechanik und Physiologie vertieft, was im dritten Jahr unseres Studienganges angeboten wird.