International College for Research on Equine Osteopathy

Was ist Osteopathie?
 

 

Was ist Osteopathie?

   
Osteopathische Untersuchung

 

Osteopathie ist ein Behandlungssystem, das Ende des 19. Jahrhunderts durch Dr. A.T. STILL in den USA entwickelt wurde. Als eine Epidemie einer viralen Meningitis ausbrach, durch die er selbst drei seiner Kinder verlor, begann er, sich über die Tatsache Gedanken zu machen, dass manchen Menschen erkrankten, andere aber nicht.

Die Grundsätze der Osteopathie basieren auf der Logik des angewandten Wissens in Anatomie, Physiologie und Pathologie :

1. die Körperfunktionen als umfassendes Ganzes;

2. Struktur und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden;

3. der Körper verfügt über Selbstheilungsmechanismen;

4. eine Therapie, die auf den Beziehungen der verschiedenen Strukturen im Körper basiert und diese berücksichtigt, fußt auf Kenntnis und Anwendung dieser 3 Grundsätze.

Mit anderen Worten, eine osteopathische Behandlung eines Problems ist holistisch und kausal .

In der Praxis bedeutet das, dass ein Problem nicht nur in seinem lokalen Kontext betrachtet wird, sondern dass jede Haltungsstruktur zu Schmerzen (oder anderen Problemen) in einem ganz anderen Teil des Köpers führen (oder den ganzen Körper belasten) kann. Die Verbindung zwischen den beiden Stellen kann muskulär, tendinös, faszial, neurologisch, viszeral, arteriell, usw. sein. Hier muss also das Prinzip von Ursache und Wirkung berücksichtigt werden.

Diese beiden Grundsätze, einer holistisch, der andere kausal, bringen uns häufig zur Wirbelsäule (bzw. zum Rückenmark), die eine zentrale Rolle als Körperachse spielt, aber auch das Nervensystem - sowohl peripher als auch autonom - beherbergt.

 

 

Wie kann Osteopathie zur Behandlung von Pferden und Hunde eingesetzt werden?

 

   
Kraniosakral Technik

Eine gute Grundlage der Pferdeosteopathie basiert auf drei Grundpfeilern :

a) hohe Sensibilität (d. h. gute Palpationsfertigkeiten)

b) Fachwissen

c) manuelle Techniken

a) Eine hohe Sensibilität ist universal und daher durch osteopathische Behandlung auf andere Säugetiere übertragbar und anwendbar. Ein Osteopath mit einer Grundlage in Humanosteopathie wird relativ schnell dazu in der Lage sein, seine professionell ausgebildete Sensibilität auf Pferde, Hunde, Katzen, usw. anzuwenden.

b) Fachwissen steht natürlich in direktem Zusammenhang mit der betroffenen Materie. Zur Behandlung von Pferden muss der Osteopath zum Beispiel die spezifische Anatomie, Biomechanik und Physiologie des betroffenen Tieres gründlich beherrschen.

c) Die verwendete Technik wird auch vom zu behandelnden Körper abhängen. Zur Behandlung eines Pferdes muss der Osteopath andere Techniken einsetzen als für einen Menschen oder einen Hund. Aber die geeignete Technik wird sich logisch aus der hohen Sensibilität und den Kenntnissen ergeben, die echtes Verständnis bringen.

Aber warum gerade Pferde und Hunde?

1. Viele Probleme mit Pferden entstehen wegen der nach unten einwirkenden Kraft des Körpergewichts des Reiters, ein Hund zum Beispiel hat diese Probleme nicht. Hunde haben dann wiederum andere Probleme.

2. Pferde werden oft in Wettkämpfen eingesetzt, was die muskulären Anforderungen an den Körper und somit auch das Risiko auf Verletzungen oder andere Probleme (z. B. Widersetzlichkeit) erhöht.

3. Die Kapitalinvestition, die viele Pferde darstellen.

4. Das Pferd kann als Standardtier betrachtet werden, gleich wie in vielen Studiengängen der Ausbildung zum Tierarzt. Unter diesem Ausgangspunkt kann der Osteopath seine Fertigkeiten also auch auf andere Tiere, z. B. Hunde, übertragen.

Das sind nur einige Gründe, aber aus dem oben Gesagten geht deutlich hervor, dass Katzen und Hunde genau so einfach mit Osteopathie behandelt werden können, wenn der Osteopath sich in ihre Anatomie, Biomechanik und Physiologie vertieft, was im dritten Jahr unseres Studienganges angeboten wird.

 


Kontakt